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#1 Erfahrungen mit der Kirche von trustableman 06.03.2019 07:39

Hier recherchieren und diskutieren wir bundesweit die Erfahrungen mit Einrichtungen der evangelischen Kirche.

#2 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 23.11.2019 09:04

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Gemeint ist die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)

SZ.DE - SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (11.11.2018) @

https://www.sueddeutsche.de/panorama/evangelische-kirche-wir-haben-da-schuld-auf-uns-geladen-der-wir-uns-stellen-muessen-1.4206324?fbclid=IwAR01LdKY-tERcOxzdgzIdWTPZ9Dgb4zii-AJYu8XW4sbqOnFKIuX5vTBTzc :

Zitat
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Panorama > Missbrauch in der evangelischen Kirche

11. November 2018, 17:28 Uhr - Evangelische Kirche

"Wir haben da Schuld auf uns geladen, der wir uns stellen müssen"

[ FOTO: „Geste der Reue: Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm bat in Würzburg die Betroffenen von sexueller Gewalt um Verzeihung. - (Foto: imago/epd) ]

▌ Auch in der evangelischen Kirche hat es Missbrauchsfälle gegeben - doch die Aufarbeitung geht nur schleppend voran.

▌Die EKD nennt selber die Zahl von 480 bekannten Fällen seit 1950.

▌In der evangelischen Kirche fehlt bislang ein einheitlicher Umgang mit Opfern und Angehörigen - jede Landeskirche entscheidet selber, wie sie mit dem Thema umgeht. Und da sind die Unterschiede groß.


Von Matthias Drobinski
[Studium Geschichte, katholische Theologie und Germanistik in Gießen und Mainz; Hamburger Journalistenschule, Redakteur bei Publik-Forum, Zeitung kritischer Christen, seit 1997 bei der Süddeutschen Zeitung“. ]

Sie haben ihn nach Würzburg eingeladen, Bahnfahrkarte, Hotel und Essensgutscheine inklusive. Reden darf Detlef Zander allerdings nicht vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), es gab da einiges Hin und Her und einige Bedenken, jetzt ist er für den Dienstag [ 13. November 2018 ] eingeladen zum gemeinsamen Mittagessen "mit Mitgliedern des Präsidiums und Synodalen am reservierten Tisch", wie es in der Einladung heißt.

Ihm sei das egal, sagt Zander. Dann werde er halt in den Pausen im Foyer den Kirchenparlamentariern aus ganz Deutschland die Geschichten
aus dem Heim der pietistisch-evangelischen Brüdergemeinde in Korntal bei Stuttgart erzählen [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/leben/missbrauchsfaelle-in-korntal-kindheit-im-risikoraum-1.4006602 ]. Geschichten von der sadistischen Tante G., die im Hoffmannhaus die ihr anvertrauten Kinder windelweich schlug. Vom Hausmeister, der ihn vergewaltigte, und vom hoch angesehenen frommen Herrn Pfarrer G., der sich an ihm verging.

2017 brach Detlef Zander zusammen

Er will erzählen, wie er das alles verdrängte, bis 2010 der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche offenbar wurde und ihn seine Geschichte einholte. Er machte sie öffentlich und wurde dafür diffamiert, die Aufklärung und Aufarbeitung der Gewalt zum Desaster; 2017 brach er zusammen. Er hat seinen Zorn auf die
evangelische Kirche [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/thema/Evangelische_Kirche ]. Aber dass sie ihn jetzt irgendwie hören wollen in Würzburg, das findet er gut.

Die katholische Kirche erschüttert der Skandal um die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zutiefst.
Eine Studie, erstellt im Auftrag der Bischofskonferenz [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-weggeschaut-und-vertuscht-1.4144677 ], spricht von mindestens 1670 Beschuldigten und mehr als 3670 Betroffenen. Bischöfe erklären öffentlich, dass ihre Vorgänger Fehler gemacht haben, heftig wird diskutiert, welchen Anteil das Selbstverständnis der katholischen Kirche an der Gewalt und ihrer Vertuschung hat. Von der evangelischen Kirche aber redet kaum einer. Dabei hat es auch dort dramatische Fälle sexualisierter Gewalt gegeben, in Korntal, im schleswig-holsteinischen Ahrensburg, wo ein Pfarrer über drei Jahrzehnte hinweg Jugendliche missbrauchte, ohne dass etwas passierte, oder in Bayern.

Viele Opfer stoßen bei der evangelischen Kirche auf Ignoranz und Abwehr

Die EKD nennt selber die Zahl von 480 bekannten Fällen seit 1950. Das sind deutlich weniger als in der katholischen Kirche, wo es viele Internate mit Verschweigestrukturen gab, wo der Zölibat eine Fluchtmöglichkeit für Männer mit unreifer Sexualität war. Aber es sind eben auch Fälle, in denen einer bislang unbekannten Zahl von Kindern und Jugendlichen Gewalt angetan wurde, die sie ein Leben lang belastet. Und wie in der katholischen Kirche ist die Dunkelziffer hoch. Dort aber hat der Druck der Betroffenen und der Öffentlichkeit dazu geführt, dass es eine breit angelegte Missbrauchsstudie gibt, einen Bischof als Missbrauchsbeauftragten und bundesweit einheitliche Leitlinien für den Umgang mit Betroffenen wie Beschuldigten sowie Anerkennungsleistungen für erlittenes Leid.

In der evangelischen Kirche fehlt das alles bislang - jede Landeskirche entscheidet selber, wie sie mit dem Thema umgeht. Und da sind die Unterschiede groß: Die Nordkirche hat, nach der bitteren Erfahrung in Ahrensburg, ein eigenes Präventionsgesetz und eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene - doch solche unabhängigen Kommissionen gibt es nur in zehn der 20 Landeskirchen. Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, Nachfolgerin der wegen des Ahrensburger Missbrauchsskandals zurückgetretenen Bischöfin Maria Jepsen, hat sich innerhalb der EKD das Thema zu eigen gemacht und ist bei den Betroffenen durchaus angesehen. Mit der Autorität einer Beauftragten ist sie aber nicht ausgestattet. Immer wieder steht sie alleine da und muss tapfer lächelnd erklären, dass die evangelische Kirche halt vielfältig sei. Im Juni auf einer Tagung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs musste sie sich harte Vorwürfe anhören: Auch bei der evangelischen Kirche stießen viele Opfer auf Ignoranz und Abwehr.

Ob es eine Missbrauchsstudie geben wird, steht in den Sternen

Immerhin hat das die EKD aufgeschreckt. Die Landeskirchen wollen nun eine zentrale und unabhängige bundesweite Anlaufstelle einrichten, die Synode wird ziemlich sicher die Finanzierung absegnen. Und es gibt Überlegungen, eine eigene Studie über Ausmaß und Strukturen des Missbrauchs in Auftrag zu geben, die alle haupt- und ehrenamtlichen Kirchenvertreter im Blick hat. Ob es die je geben wird, ist aber offen, musste die Synoden-Präses Irmgard Schwaetzer zugeben.

Kirsten Fehrs, der Hamburger Bischöfin, würde es schon genügen, wenn sich mehrere große Landeskirchen zur Erforschung des Missbrauchs zusammenschlössen und zum Vorbild für die kleineren Landeskirchen würden. Auch in der evangelischen Kirche gebe es systemische Ursachen der Gewalt, sagt sie: "Machtmissbrauch durch vermeintlich nicht hinterfragbare Amtspersonen ist auch bei uns möglich - autoritäre Systeme hat es auch in evangelischen Gemeinden gegeben." Das zuzugeben falle vielen Verantwortlichen in der Kirche auch deshalb schwer, weil es ein "Riss im Selbstbild" sei. "Wir haben da Schuld auf uns geladen, der wir uns stellen müssen."

Am Sonntag [ 11. November 2018 ], zum Auftakt der Beratungen, hat der EKD-Ratsvorsitzende und bayrische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm die Missbrauchs-Opfer um Vergebung gebeten. "Wir müssen noch intensiver an Präventionskonzepten und zielgenauer Aufarbeitung arbeiten", sagte er, und dass es "Null-Toleranz gegenüber Tätern und Mitwissern" geben müsse. Ob das bei allen Synodalen ankommt? "Das ist ein weiter Weg", befürchtet Detlef Zander. Er plädiert für eine Kommission, die unabhängig von den Kirchen ermittelt: "Das muss von außen kommen, sonst hilft das nichts."

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#3 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 24.12.2019 05:22

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

QUELLE: das seit April 2019 leider nicht mehr existierende HEIMKINDER-FORUM.DE wo ich diesbezüglich, u.a., mal berichtet hatte:
»„
Voccawind“ / „Heim Voccawind“ – auch Ortschaft Voccawind“, im Haßbergkreis, zwischen den Orten Maroldsweisach und Todtenweisach gelegen, in Franken, in Bayern


QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Maroldsweisach :

Maroldsweisach ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Haßberge in Bayern.“


QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind :

Maroldsweisach, Bayern.
1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten.


GOOGLE-SUCHE mit Suchstrang: "Basaltsteinbruch"+"Maroldsweisach"+"Voccawind" :

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Zeilberg_(Itz-Baunach-H%C3%BCgelland) :

Kurzer Text !Foto !Landkarte !Genaue Lage !


QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunk ( 11.12.2018, 19:30 Uhr ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/steinbruch-will-weitere-60-meter-tief-basalt-brechen,RBtY2L1 :

»Steinbruch will weitere 60 Meter tief Basalt brechen

50 weitere Jahre und 60 Meter tief wollen die Hartsteinwerke Bayern-Mitteldeutschland im
Steinbruch bei Maroldsweisach auf dem Zeilberg Basalt brechen. Einen entsprechenden Antrag stellte der Betreiber beim Markt Maroldsweisach im Landkreis Haßberge


QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunk @ https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zeit-fuer-bayern/bayerische-heimkinder-nachkriegszeit-100.html :

»Misshandelt und ausgenutzt

Heimkinder in der Nachkriegszeit

„Misshandelt und ausgenutzt? Bayerische Heimkinder in der Nachkriegszeit“ stellt die Lebensgeschichten verschiedener ehemaliger Heimkinder dar. Es geht um Gewalt und Missbrauch, um Erniedrigung und Zwang. Beate Posch belegt das mithilfe von Akten und den bewegenden Zeugnissen von Betroffenen.“

Von: Beate Posch --- Stand: 13.01.2013«


QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunk @ https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zeit-fuer-bayern/bayerische-heimkinder-nachkriegszeit-100.html :

Im Heim Voccawind nahe dem unterfränkischen Maroldsweisach haben die Jugendlichen sogar im Steinbruch gearbeitet. Zum Beispiel Peter Dittrich. Ins Heim kam er, weil sein Stiefvater ihn los haben wollte. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür musste er dann jahrelang im Steinbruch arbeitenohne Lohn ohne dass Rentenbeiträge eingezahlt worden wären. Nur durch die Arbeit der Heimkinder konnten viele Heime finanziell überleben. Wegen der niedrigen Pflegesätze waren sie auf die Arbeit der Kinder angewiesen.“


Zitat
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Misshandelt und ausgenutzt? - Heimkinder in Bayern ( 13.01.2013 )

[ QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunkvon Beate Posch @ DOWNLOAD/manuscript-heimkinder-bayern-100.pdf ( Format: PDF Größe: 239,95 KB; ingesamt 30 Seiten ) ] :

[ MEINE AUSZÜGE BESCHRÄNKEN SICH AUF ZU DIESEM THEMA RELEVANTE ZITATE : ]

[ AUF SEITE 2: ]

»Stationssprecher/in:
Aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Jugendheimstätte Faßoldshof der Inneren Mission aus dem Jahr 1955.

[ …FOLGENDE ABRECHNUNGEN HIER NUR MAL ALS EIN BEISPIEL VON ERTRÄGEN DER DAMALIGEN HEIMBETREIBUNG GENERELL… ]

Zitatoren:
„Erträge aus dem Kiesabbau – 17.842,32 D-Mark. …
Erträge aus Produktion / Werkstätten und Gärtnerei – 143.244,53 D-Mark
Erträge aus dem Ackerbau – 35.492,03 D-Mark
Erträge aus der Tierhaltung – 68.878,42 D-Mark
Einnahmen für Kost und Wohnung und andere Sachbezüge – 23.862,47 DMark Verpflegekostenerträge zusammen – 368.387,94 D-Mark. …
Gewinn aus außerbetrieblichen Einnahmen – 28.739,41
Sammlungen und Kollekten – 585,21 D-Mark“«

[ ……… ]

[ AUF SEITE 6: ]

»Stationssprecher:
Auszug aus dem Verzeichnis der Heime für Kinder und Jugendliche in Bayern, erstellt vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren. Nach dem Stand vom 1. Oktober 1954.«

»Zitator:
Erziehungsheim Voccawind, Landkreis Ebern. Träger des Heimes: Innere Mission Bamberg e.V., aufgenommen werden männliche (Jugendliche) im Alter von 14-21 Jahren. … Bemerkungen: Beschäftigung in Steinbrucharbeiten.“«

»Stationssprecher:
Aus einem vertraulichen Schreiben nach einer Besichtigungsfahrt des Stadtrats zum
Erziehungsheim Voccawind

»Zitatorin:
„Um die Wohnbaracke ist ein Holzzaun geführt mit einem offenen Türchen nach außen. Die beiden scharfen Hunde sind außen angehängt, sie sind aber gut Freund mit den Jungen und würden keine Flucht hindern.
Die Unterbringung der Jungen ist allerdings denkbar primitiv, ein Aufenthaltsraum, in den man von außen her als erstes tritt, dahinter ein Schlafsaal mit Doppelbetten und ein weiterer solcher unter dem Dach, dazu ein Waschraum mit Waschrinne ist alles.“«

»Erzählerin:
Einer der Buben, der in
Voccawind war, ist Thomas Hartmann. In Wahrheit heißt er anders, er will aber seinen Namen lieber nicht sagen. Ein weiteres ehemaliges Heimkind aus Voccawind sagt nach mehreren Gesprächen ab – der Sohn möchte nicht, dass sein Vater mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit geht. Bis in die zweite Generation reicht also offenbar das von den Betroffenen empfundene Stigma, dort Heimkind gewesen zu sein. Beide Männer berichten von unerträglichen Zuständen, härtester Arbeit im Steinbruch und massiver Gewalt. Beide vergleichen das Heim mit einem KZ. Beide sind der Meinung, dass mindestens einer ihrer – sie nennen sie Aufseherein ehemaliges Mitglied der SS im Nazi-Regime war

»6. ZSP: Ich bekam lauter so billige Arbeitsklamotten, früh wecken, ein sehr großer Schlafsaal mit cirka 60 Betten. Ein riesen Waschraum, so ein Trog war des mit lauter Wasserleitungen und früh ging es dann in den
Steinbruch. Und da mussten wir jeden Tag arbeiten. Das waren manchmal 30 Grad Wärme. Zum Trinken bekamen wir eine große Blechkanne, diese alten Milchkannen, die es früher beim Bauern gab, da Wasser drin, mit Essig und etwas Zucker. Da ham dann 40 Zöglinge rausgetrunken aus dieser Blechtasse. Was mich am meisten verrückt gemacht hat, es kam niemand vom Jugendamt, ich wurde nie gehört, dass irgendjemand mal kam, warum bist du überhaupt in Voccawind. Ich hab es nicht gewusst, warum. Und ich hab auch nicht gewagt, dagegen anzugehen. Ich hab mich mit dem Schicksal abgefunden, dass ich in diese Hölle geraten bin.«

[ ……… ]

[ AUF SEITE 12: ]

»Von Lehre konnte im
Heim Voccawind bei Maroldsweisach keine Rede sein. Auch gab es keine Heimberufsschule. Zwar steht die im Heimverzeichnis, doch keiner der Jugendlichen hat sie je von innen gesehen. Thomas Hartmann zumindest kann sich an nichts dergleichen erinnern. Er hatte seine Schulausbildung schon abgeschlossen, als er nach Voccawind kam. Trotz eines Fachabiturs musste er Steine schlagen. Thomas Hartmann kam[/color] Voccawind, weil er als Ausreißer galt. Das ging schnell, damals. Insbesondere in Bayern, sagt Historiker Uwe Kaminsky.«

[ ……… ]

[ AUF SEITE 13: ]

»Thomas Hartmann ist ausgerissen. Erst weg von seinem prügelnden Vater, dann weg aus dem Waisenhaus in Nürnberg – auch da wegen unerträglichen Zustände, denen er ausgesetzt war. Mehrmaliges Ausreißen war in den Nachkriegsjahrzehnten bei Vielen der Grund, weshalb sie in ein Heim für Schwererziehbare gekommen sind. Beispiel Birkeneck: Dort sind im Jahr 1969 mit über 200 Fällen die meisten der Jugendlichen wegen Streunens eingewiesen worden. Viele der ehemaligen
Heimbewohner Voccawinds haben eine solche Geschichte hinter sich, und fast alle sind zuvor vor prügelnden Vätern, Stiefvätern, Müttern, Erziehern oder sonstigen Aufsichtspersonen geflohen. Voccawind erwartete sie schließlich der Steinbruch. keine Schule, keine Ausbildung, keine Erziehung

»Das gab es nicht. Das ist eine Frechheit. Das ist weder eine Ausbildungsmöglichkeit, gar nichts gab. Das ist eine Lüge sondersgleichen. Es gab weder eine Berufsschule, noch ist jemand zur Schule gegangen noch eine Weiterbildung,
die einzige Arbeit, die Zwangsarbeit war der Steinbruch. Es hatte niemand eine Möglichkeit, eine Weiterbildung, eine Lehre zu machen. Das stimmt nicht.«

[ ……… ]

[ AUF SEITE 18: ]

»Zitatorin:
Diese – aus heutiger Sicht sehr bedenkliche – [ Heimfinanzierung ] „Mischfinanzierung“ war üblich, bekannt und wurde auch von den öffentlichen Trägern gefordert und durch niedrige Tagessätze erzwungen. … Dabei wurden auch
Arbeiten für externe Firmen und Betriebe (auch landwirtschaftliche Kleinbetriebe) [ AUF SEITE 19: ] durchgeführt. Diese Arbeit wurde teilweise in den Heimen und teilweise in den Betrieben erbracht. Wiederholt kam für diese Firmen und Betriebe in den letzten Jahren der Verdacht der unangemessenen Bereicherung an der Arbeit der Heimkinder auf. In den Fällen, in denen Erkenntnisse über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Firmen und Betrieben vorliegen, zeichnet sich jedoch ab, dass die externen Firmen geringe Stundenlöhne (oder Sachleistungen …) an das Heim abgeführt haben und dass dann wiederum das Heim diese Gelder einbehalten oder nur zu geringen Teilen an die Jugendlichen weitergegeben hat. Der finanzielle Vorteil lag also auch hier bei den Heimen bzw der öffentlichen Hand …

Erzählerin:

Heimalltag war Arbeitsalltag. Egal, wie jung oder alt die Kinder waren. Den Heimen blieb oft gar nichts anderes übrig. Die Fürsorgesätze waren niedrig, zu niedrig. Damit konnten die laufenden Kosten nicht gedeckt werden. Und so kam es, dass die Mädchen und Buben sehr häufig für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen mussten. Die Heimkinder mussten kochen und putzen, auf dem Feld Kartoffeln klauben, wurden an Landwirte der Umgebung ausgeliehen oder – wie in Voccawind bei Maroldsweisach - auch an Firmen, die einen Steinbruch betrieben. Das Geld blieb beim Heim. Selten gab es ein kleines Taschengeld. Statt in die Schule zu gehen, hat Elmar Reinhard seine ganze Kindheit und Jugend gearbeitetab einem Alter von acht oder neun Jahren

[ ……… ]

[ AUF SEITE 23: ]

»Zu dem
Heim in Voccawind existieren nur noch Akten von einzelnen Jugendlichen – aber keine Bilanzen oder ähnliches. Klar ist, das zeigt ja schon der Eintrag im Heimregister, dass die Jugendlichen im Steinbruch arbeiten mussten. Eine harte Arbeit, enormer Drill, schwere Verletzungen sind an der Tagesordnung. Thomas Hartmann leidet bis heute unter dieser Zeit:

Das ging früh um sieben gleich mal los. Dann mussten wir im
Steinbruch, das war eine große Wand, die war zig Meter hoch. Da gingen Gleise rein und da mussten wir vom Hauptgleis die Lore, den Hund reinschieben und ham dann am Schacht mit Schaufel und Gabel große Basaltbrocken mussten wir hochstemmen und in die Lore reinschmeißen. Es war eine Schinderei sondergleichen. Und ich war damals sehr schmächtig. Wir mussten acht Wagen schaffen am Tag. Und wer die nicht schaffte, musste anschließend nach Feierabend in den Bunker. Der Bunker nannte sich deswegen Bunker, weil es war unterirdisch. Das Heim war am Berg Voccawind, das Zöglingsheim. Und gegenüber war der Steinbruch. Ging eine große Seilbahn runter auch wieder mit Loren, nur am Bahnhof von Voccawind war der Steinbrecher der große. Da wurde der Basalt richtig verarbeitet. Da musste ich dann bis um zehn abends noch mal vier Stunden die Lore durch die Gegend schieben in die Gondel.«

[ ……… ]

[ AUF SEITE 29: ]

»Auch Thomas Hartmann kann die schlimmste Zeit seines Lebens nicht vergessen. Bis heute hat er körperliche Probleme wegen der
schweren Arbeit im Steinbruch von Voccawind

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#4 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 24.12.2019 05:57

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Zitat
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[ ……… ]

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind :
Maroldsweisach, Bayern.
1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten.

[ ……… ]

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Mir persönlich geht es momentan hier in diesem Thread hauptsächlich darum zweifelsfrei darzulegen and zu dokumentieren, dass diese evangelische Fürsorgehölle der Inneren Mission / Diakonie "Voccawind" mit Basaltsteinbruchtatsächlich drei Jahrzehnte lang an dem von mir angegebern OrtOrt der Abgelegenheit auf dem Zeilberg im Haßbergkreis bei Maroldsweisachin Unterfranken, in Bayern, existierte, und darum genau darzulegen wo diese abgelegene Stelle war und wie es dort aussah und was dort abging, damit auch diese Fürsorgehölle nicht wieder völlig in Vergessenheit gerät.

Der vor einiger Zeit schon im KINDER-HEIM.DE-Forum anwesende Boardnutzer »Wolfi« schrieb am 15.03.2014, um 09:47 Uhr dort folgenden längeren Text, worin er auch den ebenso schon mal dort am 22.06.2011, um 22:26 Uhr anwesenden Boardnutzer »Freggerla« und den ebenso schon mal dort am 10.06.2012, um 20:18 Uhr anwesenden Boardnutzer »Mc Killroy« zitierte. Alle drei ex-Voccawindler berichteten also schon vor einigen Jahren – einzeln und unabhängig von einander – ziemlich detailliert über das damalige bundesrepublikanische Arbeitserziehunglager der Inneren Mission / Diakonie "Voccawind" auf dem Zeilberg, mit dem ihm angeschlossenen Basaltsteinbruch :

Zitat
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[ »Wolfi« : ]

Zitat
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[ »Freggerla« : ]

Tja, gibts doch noch jemand der sich an Voccawind erinnert? Ich wollte es eigentlich vergesssen, aber was man dort erlebte vergißt man nie mehr. Ich kenn die Zellen am Gangende [ der Wohnbaracke ( ? ) ]; ich kenne den [Basalt]Steinbruch und [ich kenne] die Firma Gaudlitz in Coburg [ ( ? ) für die wir im Steinbruch haben arbeiteten müssen - MM ]. Aber wen ich nie im Leben vergessen werde sind Vater und Sohn Plietsch [ Aufseherpaar ! ].
[], wann ich dort war: 65-67, [ d.h.
in den Jahren 1965 bis 1967 ! ] []
Was ich aber nicht vergessen bzw "wegmachen" kann sind die Narben die geblieben sind, auf der Seele.

»
Freggerla«

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[ »Wolfi« : ]

Voccawind war die Hölle. Ich war 5 Jahre da. Die Zellen kannte ich sehr gut. Die Plietsch Vater und Sohn [ Aufseherpaar ! ]. hatten uns für den Knast vorbereitet. Ich werde und kann diese Zeit nie vergessen. Ich habe zuviele Narben am Körper.


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[ »Wolfi« : ]

Hallo »
Freggerla«,
Ja
auch ich war in dieser Hölle. Die haben jetzt ein Heim für Behinderte Kinder daraus gemacht.
Ich kann mich noch erinnern als der Erzieher, den Namen weiß ich leider nicht mehr, uns mit dem Karabiner schussfertig in den [Steinbruch]Schacht führte.
[ ………]
Die Zellen kenne ich sehr gut; hatte einen Privatvertrag mit denen.
Kannst du dich noch daran erinnern an die Boxkämpfe im Fernsehraum; das war die perverse Ader von den Plietsch [ Vater und Sohn
Aufseherpaar ! ] Diese Zeit werde ich nie vergessen und wünsche mir von ganzen Herzen, dass diese beiden ihre gerechte Strafe erhalten [für das] was sie uns angetan haben.

Gruss »
Wolfi«


-----------------------------------------------------------------------------------

Zitat
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[ »Mc Killroy« : ]

Hallo ihr ehemaligen Voccawindler, seit Jahren versuche ich Kontakt mit ehemaligen Zöglingen aufzunehmen, die, so wie ich 1965, im Erziehungsheim der Inneren Mission auf dem Zeilberg gelandet sind. Voccawind wurde damals für elf Monate mein "Zuhause". Gerne würde ich mich mit Leidgenossen aus dieser Zeit austauschen.
Auch mir gehts wie den meisten der Ehemaligen "Heimkinder", mir fällt es schwer, den [
Basalt]Steinbruch und die damaligen Zustände im Heim zu vergessen. Wenn sich jemand an den kleinen, schmächtigen Kerl aus München erinnert, der anfangs nicht die kleinsten Brocken [Basalt] in die Loren wuchten konnte, so soll er sich doch bitte bei Mc Killroy melden. Ich habe als "Aufarbeitung" einige Zeilen niedergeschrieben. Diese lasse ich dir dann gerne zukommen.

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[ »Wolfi« : ]

Hallo, ich kann mich sehr gut an dich erinnern, wir waren in dieser Hölle doch immer zusammen.

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[ »Wolfi« : ]

Die Hölle von Voccawind

Hallo ehemalige Voccawindler,

ich war 4½ Jahre da und es war die Hölle. Mit einem Kinderheim hatte dies nichts zu tun. Besser ausgesprochen wäre es wenn man [es] Straflager genannt hätte.
Im Winter,
bevor wir in den Steinbruch geschafft wurden, sind wir eingekleidet worden mit Uniformen von Russen und Amerikanern. Wir sahen aus wie das letzte Aufgebot von Adolf. Bewacht wurden wir von einem Erzieher der einen Karabiner schussbereit mitführte.
Vergessen kann man dies nie. Vor allem die Plietsch [ Vater und Sohn
Aufseherpaar ! ] haben sich an uns bereichert. Hoffentlich erhielten diese ihre gerechte Strafe.

Gruss »
Wolfi«

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#endlichEntschaedigung
#Schadensersatz
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#AlmosenNeinDanke
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#5 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 24.12.2019 06:38

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Zitat
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[ ……… ]

QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind :
Maroldsweisach, Bayern.
1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten.

[ ……… ]

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QUELLE: inFranken.de GmbH & Co KG ( 11.06.2010 ) @ https://www.infranken.de/regional/hassberge/Als-Kinder-schufteten-wie-die-Erwachsenen;art217,728615 ( Kurzer meinerseitiger Auszug aus einem etwas längeren Artikel zum Thema „Heimkinder-Zwangsarbeit“ / „Zwang zur Arbeit“ ) :

Zitat
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LANDKREIS HASSBERGE

Welttag gegen Kinderarbeit


Als Kinder schufteten wie die Erwachsenen

Der 12. Juni ist der "Welttag gegen Kinderarbeit". Heute sind Kinder in der Bundesrepublik vor der Ausbeutung als Arbeiter geschützt. Das war nicht immer so. []

[ ……… ]

Nach dem letzten Krieg gab es Arbeitserziehungslager für Kinder und Jugendliche. Bei Voccawind war in den frühen 50er-Jahren ein Erziehungsheim, das bis zu 50 schwer erziehbare Jugendliche ab 14 Jahre durch Arbeit zu bessern versuchte. Tagsüber mussten die "Zöglinge" im Steinbruch Kipploren mit Steinen und Erde beladen und wegtransportieren.

[ ……… ]

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QUELLE: ZEIT ( 06.12.1968 ) @ https://www.zeit.de/1968/49/nachricht-aus-dem-minenland/komplettansicht :

MEINERSEITIGE ZUSAMMENFASSUNG des Inhalts eines westdeutschen Zeitungsartikels über
eine Flucht eines Insassen aus dem damaligen bundesrepublikanischen Arbeitserziehungslager "Voccawind" : Fürsorgezögling Günter Oppermann nach Flucht aus der Fürsorgeeinrichtung / Erziehungseinrichtung der Inneren Mission / Diakonie "Voccawind" in Richtung Ostzone in einem Minenfeld an der nahegelegenen Zonnengrenze zwischen Bayern und Thüringen schwer verletzt (Entfernung vom Heim / Basaltsteinbruch nur ungefähr 7 km). Es handelt sich hier also um eine Flucht aus der „Bundesrepublik“ ( „Demokratie“ / „Rechtsstaat“ ) in die „Deutsche Demokratische Republik“ ( „Diktatur“ / „Unrechtsstaat“ ) !!


Heutige Heim-Einrichtung der Diakonie für Schulkinder in Intensivbetreuung in "Voccawind" :
Siehe @
https://www.ealev.de/voccawind und @ https://www.ealev.de/impressum



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#6 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 24.12.2019 07:00

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Ein diesbezüglicher Bericht aus einer deutschsprachigen belgischen Zeitung:

Grenz-Echo

NACHRICHTEN AUS ALLER WELT

QUELLE: http://remote.grenzecho.net/epaper/grenzecho/1968/12/02.pdf :

Zitat
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Grenz-Echo
und
ST. VITHA ZEITUNG
Die einzige Tageszeitung der belgischen Ostgebiete

41. Jahrgang ----- Nr. 279

Montag, 2. Dezember 1968

[ SEITE 2 ]


Heimweh nach der Grossmutter in der DDR
Minenopfer inzwischen ausser Lebensgefahr

Seesen / Harz. - Aus Heimweh nach seiner Grossmutter in der DDR und aus Unzufriedenheit mit den Verhältnissen im Erziehungsheim [ "Voccawind" ] wollte nach Angaben seines Vaters der 16jährige Günter Oppermann über die Zonengrenze in die DDR gehen. Der Junge war dabei durch eine Mine schwer verletzt worden.

Nach einem Besuch bei seinem Sohn im Krankenhaus Sonneberg in der DDR sagte der 44 Jahre alte kriegsbeschädigte Schneider Günter Oppermann gestern nachmittag in Seesen: »Günter hat sich in dem Heim wie ein Sträfling gefühlt«. Der Junge habe Weihnachten bei der Grossmutter in Tangermünde bei Stendal verbringen wollen. Der 16-jährige. dessen Eltern geschieden sind, war seit dem 8. November in
einem Erziehungsheim in Bayern.

Wie der Vater bestätigte, ist sein Sohn inzwischen ausser Lebensgefahr. Ihm sei der rechte Unterschenkel eine Handbreit unterhalb des Knies amputiert worden. Er habe auch Verletzungen am Arm und am linken Oberschenkel. Der Junge liege in einem Einzelzirnmer und habe Blumen und Geschenke erhalten.

Eine halbe Stunde mit dem Sohn gesprochen

Der Vater berichtete er habe am Samstag eine halbe Stunde mit seinem Sohn gesprochen. Der Arzt und mehrere Offiziere der »Nationalen Volksarmeee« seien dem Gespräch zugegen gewesen. Beim Zonen-Grenzübertritt am Eisenbahngrenzübergang Probstzella sei er von den Beamten herzlich aufgenommen worden. Nach Oppermanns Angaben wird der Verletzte im Krankenhaus ausserordentlich fürsorglich betreut.

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#7 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 24.12.2019 08:43

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Das in 1948 eröffnete bundesrepublikanische Arbeitserziehungslager / Straflager "Voccawind" mit Basaltsteinbruch wurde dann schlussendlich (an unbekanntem Datum) irgendwann in den 1970er Jahren geschlossen und darauffolgend

in
eine Art diakonische Kneipe und Restaurant / Urlaubsziel und -Sehenswürdigkeit für Touristen UMFUNKTIONIERT (anscheinend aber erst in 2004).

Man kann
da jetzt sogar als Tourist „Steinbruchwanderungen“ unternehmen. Außerdem hat man die Möglichkeit der Zimmerbuchung und kann zu günstigen Preisen bei absoluter Ruhe dort, an diesem Ort der formaligen Zwangsarbeit, Urlaub machen.

Desweiteren wurde
die unmittelbare Gegend / Grund und Boden und und möglicherweise auch etwaige weiterhin existierende Gebäude wo sich damals diese diakonische Erziehungseinrichtung befand soweit sich diese(r) im Besitz der Inneren Mission / Diakonie befand oder Zusätzliches gepachtet oder erworben werden konnte(n) und Neubauten hinzugefügt wurden, genutzt um diverse andere gewinnbringende Geschäftsunternehmen dort zu etablieren.

BIERGARTEN - https://www.gpsies.com/map.do?fileId=ieurmblaemepkmal

VOCCAWIND - https://www.gpsies.com/map.do?fileId=fxvvxotcuxwxzniv

HIER EIN FOTO UND EINE GUTE BESCHREIBUNG DER JETZIGEN DORTIGEN FAZILITÄTEN (2018/2019) - https://www.mainpost.de/regional/hassberge/Biergarten-am-Zeilberg-Ein-Edelstein-mitten-im-Basalt;art513833,10040975

Genaue diesbezügliche historische Details für den Zeitraum 1945 bis 1979 und 1980 bis 2004 jedoch sind nur der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche bekannt und bleiben der Öffentlichkeit weitgehend verborgen und unzugänglich.

Durch meinerseitige intensive Recherchen im Internet war nur folgendes festzustellen und in Erfahrung zu bringen:


QUELLE: Link gekürzt :

[
Diakonie ] Biergarten auf dem Zeilberg mit Partyservice
Voccawind 45
96047
Maroldsweisach - Voccawind
Telefon: (0 95 32) 92 27-0


QUELLE: https://www.heimplatz-deutschland.de/bayern/wohnheim-fuer-menschen-mit-geistiger-und-mehrfacher-behinderung/haus-auf-dem-zeilberg-maroldsweisach.html :
Bayern - Wohnheim für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung
[ Diakonie ] Haus auf dem Zeilberg
Voccawind
45
96047
Maroldsweisach
Tel: 09532/92270


https://www.bezirk-unterfranken.de/m_12147
[ Diakonie ] [ Restaurant Diakonie ]Zeilberger Integrationsprojekt“ (ZIP)
Voccawind 45
96126
Maroldsweisach
Tel.: 0 95 32 / 92 27 0
Fax: 0 95 32 / 92 27 27

E-mail: a.wolfer@dwbf.de
https://www.dwbf.de
ca. 27 Plätze
Träger:
Diakonisches Werk Bamberg Forchheim e. V.
Postfach 1268
96003 Bamberg


https://www.total-lokal.de/pdf/96126.pdf
Pflegeheim des Diakonischen Werkes
Voccawind Nr. 45
Tel.: 0 95 32/9 22 70
„Haus auf dem
Zeilberg
Fax 0 95 32/92 27-27


Siehe auch [ Diakonie ] [ Restaurant Diakonie ] @ https://www.online-tischreservierung.de/restaurant/index/Bayern/Maroldsweisach/Italienisch/pyv45fmh5p/Biergarten+auf+dem+Zeilberg :

DiakonieBamberg ForchheimBayern
https://www.dwbf.de/zeilberger-integrationsprojekt/ :


Zitat
.
Im Zeilberger Integrationsprojekt finden psychisch kranke Menschen im nördlichen Landkreis Haßberge mit Ebern, Maroldsweisach und Haßfurt niederschwellige Beschäftigungs- und Zuverdienstmöglichkeiten, die durch fachgerechte Anleitung und individuell angepasste Rahmenbedingungen Sicherheit geben und als eigene Belastungserprobung oft ein erster Schritt in Richtung sinnstiftender und bezahlter Arbeit sind.

Bereich Gastronomie
Zuverdienstprojekte sind zum Beispiel im
Bereich Gastronomie, Biergarten, Catering und Partyservice möglich. Hier liegen die Schwerpunkte bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und in der Zubereitung, dem Transport und der Verteilung von Speisen – sowohl in der eigenen Gastronomie als auch zu externen Kunden. Einsatzorte für diesen Bereich sind der Biergarten und die Küche im Haus auf dem Zeilberg.

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DER DORTIGE TEXT IST NOCH VIEL, VIEL UMFANGREICHER. Wer mehr wissen möchte siehe selbst im Original.

Und siehe auch, wie schon einmal zuvor erwähnt, @ https://hilfe.diakonie.de/hilfe-vor-ort/einrichtung/haus-auf-dem-zeilberg-zeilberger-integrationsprojekte-96126-maroldsweisach :

Weitere Heim-Einrichtung der Diakonie für Schulkinder in Intensivbetreuung in "Voccawind" :
Siehe @
https://www.ealev.de/voccawind und @ https://www.ealev.de/impressum



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#8 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 26.12.2019 03:21

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Nach nochmaliger genauerer meinerseitiger Überprüfung habe ich seither gefunden in QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind ( „Diese Seite wurde zuletzt am 28. Juni 2019 um 00:00 Uhr bearbeitet.“ ) :

Zitat
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Das Straßendorf ["Voccawind"] liegt im nordöstlichen Teil des Landkreises Haßberge im oberen Weisachgrund am südlichen Fuß des Zeilbergs [ im unterfränkischen BAYERN ]. Durch den Ort ["Voccawind"] führt die Bundesstraße 279 von Breitengüßbach [ Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg in BAYERN ] nach Bad Neustadt an der Saale [ in NORDBAYERN ]. Eine Straße verbindet Voccawind [ in BAYERN ] mit Marbach [Maroldsweisach] [Marbach ist ein Ortsteil des unterfränkischen Marktes Maroldsweisach im Landkreis Haßberge] [ ebenso in BAYERN ].“
[
WEITERE QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Marbach_(Maroldsweisach) ]

[ ……… ]

Im Jahr 1900 zählte die Landgemeinde, bestehend aus dem Dorf
["Voccawind"] und [der] Voccawindermühle, 151 Einwohner, von denen 127 evangelisch waren, und 29 Wohngebäude. Die zuständige evangelisch-lutherische Pfarrei war im 1,5 Kilometer entfernten Maroldsweisach, die katholische Pfarrei im 8,0 Kilometer entfernten Pfarrweisach und die katholische Schule im 1,5 Kilometer entfernten Geroldswind. 1925 zählte das Dorf 152 Personen in 29 Wohngebäuden.

1950 standen in dem Dorf 35 Wohngebäude mit 251 Einwohnern. Im Jahr 1970 zählte Voccawind 213, 1987 einschließlich Voccawindermühle 200 Einwohner sowie 41 Wohnhäuser mit 48 Wohnungen. Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Ebern in der Gebietsreform aufgelöst und Voccawind kam zum neuen Haßberg-Kreis. Am 1. Mai 1978 folgte die Eingliederung der Gemeinde nach Maroldsweisach.

Freiherr Johann von Schrottenberg verpachtete Anfang des 20. Jahrhunderts 90 Hektar auf dem
Zeilberg an die Bayerische Hartstein AG für den Abbau von Basalt. Das Basaltwerk zählte Mitte der 1910er Jahre 120 Mitarbeiter. Ende der 1940er Jahre produzierte der Betrieb täglich 1000 Tonnen Schotter, der größtenteils über die 1897 eröffnete Bahnstrecke Breitengüßbach-Maroldsweisach abtransportiert wurde. Dazu bestand am Bahnhof [ Maroldsweisach ] ein Schotterwerk, das über eine Seilbahn mit dem [ Voccawind ] [Basalt]Steinbruch verbunden war. 1979 wurde der [Basalt]Abbau eingestellt.
1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten..

.


"Voccawind" mit seinem Basaltsteinbruch war also eines der am längsten bestehen bleibenden Arbeitserziehungslager für männliche jugendliche Zwangsarbeiter im Alter von 14 bis 21 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland ( „Westdeutschland“ / „Rechtsstaat“ / „Demokratie“ ), das nach dem Zweiten Weltkrieg von der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche eingerichtet worden war und von 1948 bis 1979 in Betrieb und in Benutzung blieb !!


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#9 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 26.12.2019 04:02

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Noch gibt es keine Antworten zu den vielen Fragen, die hier noch zu stellen, und zu beantworten, wären; zum Beispiel auch diese Fragen:

„Beute“ kommt von „Ausbeutung“ – hier„Arbeitsausbeutung“ – in ganz großem Stil

Wer profitierte hauptsächlich von diesem Basaltbrechen, -Abtragen, -Lorenladen, -Wegtransportieren dieser Basaltverwertung auf dem Zeilberg in Voccawind – , und wie und an wen wurde die von den jugendlichen Zwangsarbeitern in Voccawind durch Schwerstarbeit erarbeitete finanzielle Beute, über mehr als 30 Jahre hinweg (1948 bis 1979), verteilt ?? - The vast monetary gain over a period of more than 30 years ??

Weil wir
noch keine Antworten haben von der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche, zu allen unseren Fragen haben, nehmen wir einfach mal all das Folgende zum Vergleich:

Die Nazis betrieben Steinbrüche mit Zwangsarbeitern in Deutschland für höchstens 12 Jahre (1933 bis 1945) !!

Die Innere Mission / Diakonie / Evangelische Kirche – soweit wie wir bisher wissen – betrieb mindestens einen Steinbruch den Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach mit jugendlichen Zwangsarbeitern für mehr als 30 Jahre (1948 bis 1979) !!

QUELLE
: ZWANGSARBEITER : http://erinnernsuedniedersachsen.de/orte-a-c-adelebsen-3.html :


Zitat
.
Im Basaltsteinbruch der Firma Wegener Bramburg mussten ab 1940 insgesamt mehrere hundert ausländische Arbeiter Schwerstarbeit verrichten, darunter zivile Zwangsarbeiter aus Polen, Belgien und der Sowjetunion. Nacheinander arbeiteten im Steinbruch darüber hinaus zunächst 40 französische, 80 sowjetische sowie schließlich 100 britische und französische Kriegsgefangene. Weitere rund 100 jüdische französische Zivilarbeiter wurden ebenso wie die Kriegsgefangenen gesondert untergebracht und bewacht. Gerade unter ihnen und unter den sowjetischen Kriegsgefangenen gab es mehrere Todesfälle aufgrund von Unterernährung. Zwei Belgier, die 1942 zu Strafzwecken in das Arbeitslager (AEL) Liebenau eingewiesen wurden, konnten von dort fliehen. Nach dem Krieg befand sich [ im Basaltsteinbruch ] auf der Bramburg für etwa ein Jahr ein englisches Lager mit ca. 100 deutschen Kriegsgefangenen.

Im Steinbruch Grefenburg bei Barterode beschäftigten die Hannoverschen Basaltwerke teils nacheinander 20-50 tschechische, 25 polnische und 24 französische ZivilarbeiterInnen sowie rund 40 englische und 40 sowjetische Kriegsgefangene. Ein Lager befand sich im ehemaligen Logiehaus. Im Januar 1942 wurde ein sowjetischer Gefangener wegen „Widerstandes“ von der Wehrmachtswache erschossen.

Ganz stark profitierten auch die kommunalen Basaltwerke Niedersachsen bei Güntersen im Steinbruch am Backenberg vom Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter. Zwischen Ende 1939 und der Stillegung im Jahr 1942 handelte es sich hauptsächlich um (teils nacheinander) rund 65 polnische, 2 tschechische, 4 flämische und mindestens 25 belgische Zivilarbeiter, außerdem 29 belgische und bis zu 83 sowjetische Kriegsgefangene. Ein entsprechendes Barackenlager befand sich direkt auf dem Gelände. Ein sowjetischer Kriegsgefangener wurde 1941 „auf der Flucht“ erschossen. Anteilseigner der Basaltwerke Niedersachsen waren u.a. die umliegenden damaligen Landkreise. Interessant ist, dass hier bereits im April 1939 ukrainische und tschechische Arbeiter unter fragwürdigen Bedingungen eingesetzt worden waren.

Ein weiteres Lager im zweiten Stock einer Gastwirtschaft in Güntersen umfasste 60-80 „Ostarbeiter“, die
für die Firma Mannesmann in der Region unter Bewachung Ausschachtungsarbeiten für eine Ferngasleitung erledigen mussten. Aus diesem Lager sind körperliche Misshandlungen und Fluchtversuche überliefert. „Uns wurden keine Firmen, kein Auftraggeber genannt. Wir waren Sklaven ohne Rechte. Uns konnten sie schlagen und hungern lassen.“ (1) Das mobile Arbeitskommando kam 1942 aus Bühren (Dransfeld) und wurde im darauffolgenden Jahr weiter Richtung Harste (Bovenden) verlegt.

(1) So Nikolai Timofejewitsch, zitiert in: Siedbürger 2005, 328.

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Basaltsteinbruch auch in Thüringen ( Arbeitserziehungslager )
QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Gleichberg

BasaltsteinbruchArbeit auf dem Steinbruch ( freiwillige Steinbrucharbeit für beste Bezahlung auf dem freien Arbeitsmarkt zu Nachkriegszeiten ! )
QUELLE: WIKI @ http://wiki-goettingen.de/index.php/Arbeit_auf_dem_Steinbruch

BasaltsteinbruchHartsteinwerk Werdenfels
QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Hartsteinwerk_Werdenfels
„Das Hartsteinwerk Werdenfels war ein Steinbruch am Langen Köchel im Murnauer Moos bei Eschenlohe nördlich des Werdenfelser Lands. Der 1930 gegründete und 2000 aufgelassene Betrieb war zeitweise der wichtigste Lieferant von Bahn- und Straßenschotter in Südbayern.



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#10 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 26.12.2019 06:48

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Es wird berichtet in der Eßlinger Zeitung in einem längeren Artikel betitelt :

Zitat
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Lichtenwalder wurde im Kinderheim misshandelt

Hans Huber bricht mit 74 Jahren sein Schweigen

[ https://www.esslinger-zeitung.de/region/kreis_artikel,-lichtenwalder%C2%A0wurde-im-kinderheim-misshandelt-_arid,2240469.html ]

[ Zwei Fotos zeigen Hans Huber damals als Jugendlicher und heute im Alter von 74 Jahren ]

29.01.2019 - von Harald Flößer


Körperliche, sexualisierte und psychische Gewalt gehörten in den 1950er- und 1960er-Jahren in vielen Kinderheimen zur Tagesordnung. Zu den Opfern zählte ein Lichtenwalder.

[ ……… ]

[] Von den zum Teil brutalen Erziehungsmethoden, die damals in den Heimen angewandt und gerne totgeschwiegen wurden, sollen alle wissen.

[ ……… ]

Huber hatte keine leichte Kindheit. 1944 geboren, wuchs er in Münsingen auf.

[ ……… ]

Irgendwann hatte er dann den Stempel „schwer erziehbar“ weg. Die Folge: „Die vom Jugendamt Esslingen haben mich in ein Heim gesteckt.“ Hubers erste Station war die Karlshöhe in Ludwigsburg. Wann das genau war, weiß der Lichtenwalder nicht mehr genau. „Ich war in der 6. oder 7. Klasse.“ Die Mutter habe damals in Köngen gelebt. Von der Karlshöhe ging es später ins Gustav-Werner-Heim in Reutlingen, weitere Stationen waren Schönbühl bei Waiblingen,
Voccawind bei Ebern (Unterfranken) und Freistatt (Niedersachsen).

Erzieher zog am Geschlechtsteil

Wie viele seiner Mitbewohner in den Heimen sei er oft geschlagen worden, erzählt er. Die Erzieher seien da nicht zimperlich gewesen. Um einen Zögling zu züchtigen, sei man entweder eingesperrt worden oder man habe kein Essen bekommen. „Um 5 Uhr mussten wir aufstehen“, erinnert sich Huber. „Das war oft wie im Knast.“ Er hat mitbekommen, dass der eine oder andere in der Not seinen eigenen Urin getrunken hat, weil er nichts zu trinken bekam. In Schönbühl sei er, weil er nicht gespurt habe, ein paarmal vom Erzieher am Geschlechtsteil gezogen worden, berichtet Huber.
Seine schlimmste Zeit sei die [in] Voccawind gewesen.Da bin ich oft geschlagen worden.Wie viele andere habe er als Jugendlicher in einem Steinbruch arbeiten müssen. Von früh um sieben bis abends um sieben, wie in einem Arbeitslager. Einmal habe er versucht abzuhauen. Was jedoch misslang. Hans wurde erwischt und zur Strafe mit einem Stock blutig geprügelt. An Voccawind, das damals nur wenige Kilometer von der Zonengrenze entfernt lag, habe er die schlimmsten Erinnerungen, erzählt der 74-Jährige. Nicht viel besser seien die Verhältnisse danach im niedersächsischen [ Bethel-eigenen ] Freistatt gewesen. „Da mussten wir im Moor unter übelsten Bedingungen Torf stechen.“ Huber erzählt das alles ohne Groll. „Wir kannten es gar nicht anders.“ In allen Heimen, die er besucht habe, sei regelmäßig mit Gewalt gearbeitet worden. Mit 18 [ so um 1964 ] sei er dann „aus dem Heim rausgeschmissen“ worden.

Möglicherweise war Hans Huber in
Freistatt im Wietingsmoor [ Diakonie Freistatt ] – in 1963 – zum gleichen Zeitpunkt wie ich da gewesen.

.


Zitat
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ZBFS -Zentrum Bayern Familie und Soziales
Bayerisches Landesjugendamt


[ MM - Kurze relevante diesbezügliche meinerseitige Auszüge aus dem 80-seitigen ]

»Abschlussbericht Regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern (2012)«:

[ QUELLE: https://www.blja.bayern.de/imperia/md/content/blvf/bayerlandesjugendamt/aktuelles/absschlussbericht_bf_abs_11.18.pdf : ]

[ SEITE 12: ]

Leben im Heim

Drei Jahre in Voccawind (Erziehungsheim) waren schlimmer als mein Kriegseinsatz in Vietnam, bei dem ich schwer verletzt wurde.“
Zitat von einem ehemaligen Heimkind, heute in den USA lebend (Hammer 2012, S. 12).

[ SEITE 12: ]


Die Ernährung im Heim war oft mangelhaft: Die Kindern wurden gezwungen zu essen, es gab schlechtes Essen, nicht ausreichend Flüssigkeit und Trinkverbote. Den Durst stillten sie aus dem Spülkasten der Toiletten, weil Wasser verweigert wurde, beschreibt Will Hammer (2012) in seinen Aufzeichnungen über die Zeit im Erziehungsheim Voccawind.

[ SEITE 57: ]

Verwendete und weiterführende Literatur

Hammer, Willi. 2012.
Leiden im Erziehungsheim auf dem Zeilberg. In: Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld, 212-224.

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QUELLE: »Heimatjahrbuch Rhön-Grabfeld 2013, Auflage 35 ( diese Ausgabe umfasst insgesamt 430 Seiten ) @ http://www.lkrhoengrabfeld.rhoen-saale.net/fileServer/LKRG/1000/14803/Zeitung_2012-HJB_2013.pdf :

Zitat
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Einen besonderen Höhepunkt hat der am weitesten entfernt wohnende Autor Willi Hammer aus Wasserburg am Inn geschrieben. Hammer [ auf zwölf Seiten (Seite 212-224) ] erinnert darin an seine traumatische Kindheit im Erziehungsheim Zeilberg in Voccawind. „Da läuft es jedem Leser eiskalt den Rücken runter, bestätigte Schriftleiter Reinhold Albert.“
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#11 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 26.12.2019 10:39

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

QUELLE: Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 5/2010 :

pfarrerverband.de [ Mai 2010 ] @ http://www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt/archiv.php?a=show&id=2812 ( Und hier kann jeder, der möchte, auch jetzt noch einen Kommentar abgeben. – Ob solche Kommentare dann aber erst „moderiert“ werden müssen, bevor sie freigeschaltet werden, weiß ich nicht. – Es kann natürlich auch sein, dass ein oder anderer Kommentar garnicht erst veröffentlicht wird. – Für die Regeln der Redaktion zur Veröffentlichung / Freischaltung im pfarrerblatt.de von Beiträgen, siehe @ http://www.pfarrerverband.de/pfarrerblatt/regeln.php ) :

Zitat
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Deutsches Pfarrerblatt - Heft: 5/2010 :

Die Kirchen und die Heimkinderdebatte

Scham und Schande

Von: Dierk Schäfer

Die Missbrauchsskandale in pädagogischen Einrichtungen, die derzeit die Medien dominieren, haben die ältere Diskussion um Misshandlungen gegenüber Heimkindern in den Schatten gedrängt. Dierk Schäfer erinnert an ein Phänomen, das sich gegenwärtig zu einem Gesamtbild der Misshandlung von Kindern durch Erwachsene mit Erziehungs- und Aufsichtsfunktion zu fügen scheint und fordert Konsequenzen aus der Arbeit des »Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren« [ auf Bundesebene,
unter den Fittichen von Schirmherrin Antje Vollmer, in enger Verbundenheit mit den Kirchen; Laufzeit dieses Runden Tisches: 2009/2010 ].

»Ich kann öffentlich sagen, dass ich mich entschuldige, aber ich würde mehr noch sagen, ich schäme mich dafür, dass in unseren Heimen so etwas vor sich gegangen ist und Kinder wirklich auch gebrochen wurden in ihrem Willen und ihre Würde derart verletzt wurde.«, sagte Margot Käßmann in der Sendung »Menschen und Schlagzeilen« im NDR Fernsehen am 14. Januar 2009.*[1] »Die Aussage der Bischöfin dürfte neuen Schwung in die Debatte um Entschädigungszahlungen bringen«, heißt es weiter in der Meldung vom »Domradio«. Doch danach sieht es nicht aus.

[ ……… ]

Die derzeit an die Öffentlichkeit gekommenen
Vorwürfe gehen auf Mißhandlungen[5] in Kindheit und Jugend zurück, von denen nunmehr Erwachsene im Rückblick berichten. Die Ereignisse liegen also zum Teil bis zu 40 Jahre zurück.
Zunächst ging es um die Vorwürfe der ehemaligen Heimkinder
[6], sie seien, vorwiegend in der Nachkriegszeit bis Anfang der 70er Jahre, in Heimen unterschiedlicher Art[7] und unterschiedlicher Trägerschaft[8] wiederkehrenden Demütigungen und Misshandlungen unterschiedlicher Art ausgesetzt gewesen; erzwungene Arbeitsleistungen seien weder bezahlt worden noch sozialversichert gewesen, auch seien sie bildungs- wie ausbildungsmäßig eingeschränkt worden. Resultat seien psychische Schäden durch Traumatisierungen mit Retraumatisierungs-Routinen, Körperschäden durch Misshandlungen[9] oder Arbeitsunfälle bei der Zwangsarbeit[10]

[ Fußnoten: ]

[10] Laut Aussage eines Heimkindes erlitt er bei der Arbeit im Steinbruch einen Arbeitsunfall, der eine Beinamputation zur Folge hatte. Es habe keine Sozialversicherung bestanden. Nur durch Tricks der Heimleitung habe er eine Rente erhalten, die das Heim jedoch als Unterhaltsbeitrag eingestrichen habe.

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#12 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 27.12.2019 11:28

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Detaillierte digitale Landkarte der an der Bundesstraße 289 liegenden Ortschaften Voccawind und Maroldsweisach und dem Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Unterfranken, Bayern @ https://www.google.com/maps/@50.1967791,10.6709094,14z/data=!5m1!1e4

Detaillierte digitale Satelitkarte der an der Bundesstraße 289 liegenden Ortschaften Voccawind und Maroldsweisach und dem Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Unterfranken, Bayern @ https://www.google.com/maps/@50.1967791,10.6709094,3629m/data=!3m1!1e3!5m1!1e4

Beide dieser detaillierten digitalen Landkarten, natürlich, einschließlich dem genauen Verlauf der nahegelegenen Zonengrenze zwischen Bayern und Thüringen, wo am 01.12.1968 der 16-jährige Fürsorgezögling Günter Oppermann in einem Minenfeld verunglückte und schwer verletzt wurde auf seiner Flucht aus dem über mehr als 30 Jahre lang bestehenden bundesrepublikanischen Arbeitszwangslager der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche (1948 bis 1979) mit dem ihm angeschlossen Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach, in die DDR.


Bevor die westdeutschen Jugendämter ( Anfang 1948 ) der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche, unter anderem, regelmäßig, für ihren kirchlichen Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach jugendliche Zwangsarbeiter zur Verfügung gestellt haben, waren dort, genau in diesem Basaltsteinbruch vor wenigen Jahren noch massenhaft, unter Bewachung stehende, fremdländische Zwangsarbeiter tätig ( zumindest, soweit sich feststellen und unter Beweis stellen lässt zwischen ca. 1941 bis 1945 ) !! :

QUELLE:
UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM
100 Raoul Wallenberg Place, SW
Washington, DC 20024-2126
Main telephone: 202.488.0400
TTY: 202.488.0406 :

Es existiert dort, in Washington, DC, in den Vereinigten Staaten von Amerika, im Original, u.a., ein 4-seitiges Dokument in deutscher Sprache, mit Datum 4. Juni 1944, das belegt,
dass von der Nazi-Diktatur, zum Beispiel, zwischen dem 12. September 1943 und dem 2. Juni 1944, 55 sowietische Kriegsgefange als Zwangsarbeiter im Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach eingesetzt waren !!

Dokument-Quelle: »Reichskriminalpolizeiamt in Berlin«

»SONDERAUSGABE ZUM DEUTSCHEN KRIMINALPOLIZEIBLATT (ID: 24775)«


https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=24775

Sogar die vollständigen Namen, und vielfach auch das Geburtsdatum, einschließlich dem Geburtsortund sogar jeweilig mit einem Foto all dieser 55 sowietischen Kriegsgefangenen / Zwangsarbeiter bleiben auch heute noch, digitalisiert, dokumentarisch dort erhalten.

Und es gibt dort, in Washington, DC , auch noch viel mehr solcher Dokumente, im Original, zu
vielen weiteren damaligen fremdländischen Zwangsarbeitern, die, dort, genau in diesem Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach zu Nazi-Zeiten / Kriegszeiten (1939-1945) eingesetzt waren.


Siehe QUELLEN:

https://www.ushmm.org/online/hsv/person_advance_search.php?SourceId=24775&sort=name_primary_sort ;

https://www.ushmm.org/online/hsv/person_advance_search.php?SourceId=24775&sort=name_primary_sort&MaxPageDocs=25&start_doc=26 ;

https://www.ushmm.org/online/hsv/person_advance_search.php?SourceId=24775&sort=name_primary_sort&MaxPageDocs=25&start_doc=51 .

WEITERE QUELLE: https://collections.ushmm.org/search/?utf8=%E2%9C%93&q=Voccawind&search_field=all_fields

UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUM auf seiner Homepage @ https://collections.ushmm.org/search/ informiert :


Zitat
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Search All 291,504 Records in Our Collections
The Museum’s Collections document the fate of Holocaust victims, survivors, rescuers, liberators, and others through artifacts, documents, photos, films, books, personal stories, and more. Search below to view digital records and find material that you can access at our library and at the Shapell Center.

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Siehe auch folgende Buchempfehlung: »"Gemeinschaftsfremde" : Zwangserziehung im Nationalsozialismus, in der Bundesrepublik und der DDR / Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.)« @ https://collections.ushmm.org/search/catalog/bib256873

Und was wird uns die Innere Mission / Diakonie / Evangelische Kirche bezüglich all diesen Enthüllungen, und insbesondere bezüglich all diesen Enthüllungen was sie selbst und die Nachkriegsjahrzehnte (1948 bis 1979) betrifft während sie selbst diesen Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach mit jugendlichen Zwangsarbeitern betrieb, und den Dreck den sie diesbezüglich am Stecken hat, jetzt erzählen wollen ??

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#endlichEntschaedigung
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#AlmosenNeinDanke
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#13 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 28.12.2019 00:52

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Neue Soziale Bewegungen als Herausforderung sozialkirchlichen Handelns
Wilhelm Damberg, Traugott Jähnichen (Hrsg.)
Paperback: 304 Seiten
Verlag: Kohlhammer (8 April 2015)
ISBN-13: 978-3170292369


Zitat
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Neue Soziale Bewegungen als Herausforderung sozialkirchlichen Handelns

[ auf SEITE 000 (Seitenzahlen werden im Original dieses Book Preview leider nicht angegeben): ]

Im Mai 1969 veröffentlichte der ASTA der Universität Erlangen – darunter beteiligt eine „Basisgruppe Theologie“ – eine hektographierte Dokumentation über
Erziehungsheime der Inneren Mission mit einem Gerippe auf dem Titelbild, das wie ein Tramper das Schild „nach Voccawind“ hielt. Daneben war ein Fahnenmast mit einer stilisierten Kirchenfahne und dem „Krohnenkreuz“, dem Zeichen der Diakonie, abgebildet. Dieses Bild spielte auf die Verstümmellung eines aus dem Heim Voccawind Ende 1968 weggelaufenen Jugendlichen an, der die Grenze zur DDR überwinden wollte, im Minenfeld eine Explosion auslöste und ein Bein verlor.[58] In den systematischen Zusammenstellungen über die Einrichtungen Puckenhof, Voccawind, Fassoldshof und Rummelsberg bezüglich Einlieferung, Tagesablauf, Arbeit, Freizeit, Ausgang, Sexuelle Aufklärung, Strafen, Postzensur, Ausbildung der Erzieher etc. wurden die Einrichtungen u.a. als „Kinder KZs der Inneren Mission bezeichnet.[59] Quellen für die Zusammenstellung waren entweder Besuche oder Praktika der Studierenden in den Einrichtungen, Befragungen der Jugendlichen wie der Erzieher []

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[ Fußnoten: ]

[ auf SEITE 000 (Seitenzahlen werden im Original dieses Book Preview leider nicht angegeben): ]


[58] Der Evangelische Erziehungsverband in Bayern versuchte bereits Ende 1968 vehement die Kritik am Heim und seinen regiden Erziehungsmethoden abzuwehren. Allerdings wurden die öffentlichen Angriffe durch eine ZDF-Sendung über Voccawind im Januar 1969 zur besten Sendezeit noch verstärkt. EREV an Schriftleitung der Abendzeitung des Acht-Uhr-Blattes v. 31.12.1968 und Fernsehsendung ZDF v. 8.1.1969, Voccawind (Nachschrift der Sendung v. 9.1.1969), in: Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirchen Bayern, Nürnberg (nachfolgend abgekürzt: ELKAN) Siehe weitere Stellungnahmen in Archiv des Diakonischen Werkes der EKD (nachfolgend abgekürzt: ADW), HGSt 4444.

[ auf SEITE 000 (Seitenzahlen werden im Original dieses Book Preview leider nicht angegeben): ]


[58] ASTA-Sozialreferat der Universität Erlangen-Nürnberg, AstA-Dokumente: Erziehungsheime der Inneren Mission (7.5.1969) u. „Studenten sprechen von Kinder KZ“, in: Süddeutsche Zeitung Nr. 112 v. 10./11.5.1969 in: Archiv Herzogsägmühle, Ordner „APO“.

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QUELLE DIESER KURZAUSZÜGE / KURZZITATE: gekürzter Link

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#14 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 28.12.2019 02:23

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

● Sich gegenseitig helfen aufzuklären und aufzuarbeiten, das ist das Ziel. ----- Das uns in den damaligen Heimen angetane Unrecht und Leid soll nicht in Vergessenheit geraten.

Totale Institutionen der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche

Wer sich, sei es von Täterseite oder Opferseite, zu einem oder anderen der folgenden westdeutschen damaligen evangelisch-lutherischen "Fürsorgehöllen" äussern möchte

1. -
Erziehungsanstalt "Voccawind", mit Bassaltsteinbruch auf dem Zeilberg bei Maroldsweisach, in Unterfranken, in Bayern --- mehr als 30 Jahre lang bundesrepublikanisches Arbeitserziehungslager (1948 bis 1979) --- zuvor nationalsozialistisches Arbeitserziehungslager im Dritten Reich (mindestens von ungefähr 1939 bis 1945) ;

2. -
Erziehungsanstalt "Aumühle" in Wixhausen (Darmstadt), in Hessen ;

3. -
Erziehungsanstalt "Herzogsägmühle", Peiting, Weilheim-Schongau, in Bayern / Diakonie in Oberbayern ( im „Pfaffenwinkel“ ) ;

4. -
"Burschenheim Beiserhaus", Knüllwald-Rengshausen (Schwalm-Eder-Kreis), bei Kassel, in Hessen ;

5. -
Bethel-eigene Erziehungsanstalt "Eckardtsheim" in der Senne bei Bielefeld, in Nordrhein-Westfalen ----- eine Zweiganstalt der "Bodelschwinghsche Anstalten Bethel" bei Bielefeld, ebenso in Nordrhein-Westfalen ;

6. -
Bethel-eigene Erziehungsanstalt "Freistatt im Wietingsmoor" / Diakonie Freistatt / Diakonische Heime Freistatt, im Moor zwischen den Kleinstädten Diepholz und Sulingen, in Niedersachsen ----- eine Zweiganstalt der "Bodelschwinghsche Anstalten Bethel" bei Bielefeld, in Nordrhein-Westfalen ;

7. -
Mädchen Erziehungsanstalt / Mädchen Erziehungsheim "Birkenhof" Hannover-Kirchrode, in Niedersachsen ;

etc., etc., etc. .

kann sich jederzeit unverbindlich per E-mail mit mir in Verbindung setzen :

selbst Betroffener und in Australien ansässiger political activist Martin MITCHELL ( auch als »martini« bekannt ):-
martinidegrossi[a]yahoo.com.au .

Am allermeisten interessieren mich Eure eigenen Erfahrungen in
diesen Totalen Institutionen der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche in den 1950er und 1960er Jahren ( also insbesondere und hauptsächlich in diesen zwei Jahrzehnten ! ).
Wenn die Zustände
in diesen Totalen Institution jedoch auch in den 1970er Jahren und 1980er Jahren immer noch so waren wie in den 1950er und 1960er Jahren, möchte ich natürlich auch unbedingt davon wissen und erfahren, d.h. in Kenntnis gesetzt werden.


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#15 Misshandlung und Missbrauch in der evangelischen Kirche – späte Aufarbeitung von Martin MITCHELL 28.12.2019 02:42

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● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

Ortsverein SPD Sand am Main vertreten durch den Vorsitzenden Paul Hümmer,
Zeiler Straße 2,
97522 Sand am Main,
Tel: 09524 1733,
e-mail:
paul.huemmer@spd-sand-am-main.de

»Sand am Main (amtlich: Sand a. Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge«, Bayern ( QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Sand_am_Main )

Auf ihrer Webseite @
https://spd-sand-am-main.de/ ist zu finden :

BILD MIT BEZEICHNUNG: »
Buben im Basaltsteinbruch bei Voccawind. In den 50er Jahren mussten schwer erziehbare Buben im Basaltsteinbruch bei Voccawind arbeiten.« [ Es handelt sich hier um das sechste Bild von insgesamt 7 Bildern zur damaligen „Kinderarbeitin Westdeutschland ].
QUELLE: https://spd-sand-am-main.de/ortsverein/geschichte/12-juni-welttag-gegen-kinderarbeit-von-ludwig-leisentritt/#&gid=1&pid=6

Desweiteren berichtet die SPD in einem sehr langen dazugehörigen Artikel

betitelt


»SPD Sand am Main

12. Juni: Welttag gegen Kinderarbeit,

von Ludwig Leisentritt

[ Seit den frühen 1970er Jahren SPD-Politiker Ludwig Leisentritt (Jg. 1937). Ehrenbürger der Stadt Zeil a. Main ( DAZUGEHÖRIGE HISTORISCHE BILDQUELLE: https://spd-hassberge.de/politik/geschichte/history-spd-bilderserie/ ) ( „Neben seiner politischen Tätigkeit ist Ludwig Leisentritt leidenschaftlicher Heimatforscher, Stadtarchivar und Buchautor.“ ) ]

Arbeit statt Müßiggang – Kinderarbeit in unserer Heimat
Die kindliche Arbeitskraft galt einmal als „Kapital der armen Leute“«


@ https://spd-sand-am-main.de/ortsverein/geschichte/12-juni-welttag-gegen-kinderarbeit-von-ludwig-leisentritt/ über „Kinderarbeit“ („Kinderarbeit“, die, die SPD, als Ganzes, als "nichts Ungewöhnliches" anzusehen scheint) auch dort :

Zitat
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»Nach dem letzten Krieg [ Es ist anzunehmen, dass man „zwischen 1945 und 1979“ damit meint. ] waren Arbeitserziehungslager für Kinder und Jugendliche nichts Ungewöhnliches. Bei Voccawind war in den frühen 50er Jahren ein Erziehungsheim, das bis zu 50 schwer erziehbare Jugendliche ab 14 Jahre durch Arbeit zu bessern versuchte. Tagsüber mussten dieZöglingeim Steinbruch Kipploren mit Steinen und Erde beladen und wegtransportieren, was heute sicher grenzwertig wäre.«
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Das diesbezügliche Datum dieses Aufsatzes von Ludwig Leisentritt ist anscheinend der 12. Juni 2014 !

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